Ukraine-Russland-Krise

Ivana Sokola
Ivana Sokola
Wolodymyr Selenskyj kritisiert geplante Turbinenlieferung

Nun hat auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die geplante Lieferung einer gewarteten Turbine aus Kanada für die Ostseepipeline Nord Stream 1 nach Russland kritisiert. "Wenn ein terroristischer Staat eine solche Ausnahme bei den Sanktionen durchsetzen kann, welche Ausnahmen will er dann morgen oder übermorgen? Diese Frage ist sehr gefährlich", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. "Und gefährlich nicht nur für die Ukraine, sondern auch für alle Länder der demokratischen Welt", fügte er hinzu.

Das staatliche russische Unternehmen Gazprom hatte die Liefermenge durch Nord Stream 1 im Juni deutlich verringert und auf eine in Kanada in der Reparatur befindliche Turbine verwiesen. Solche Teile nun nach Russland zu liefern, fällt eigentlich unter die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlassenen Wirtschaftssanktionen.

Selenskyj kritisierte, die Entscheidung über eine "Ausnahme bei den Sanktionen" werde von der Regierung in Moskau als "Manifestation der Schwäche" wahrgenommen. 
Und jetzt besteht kein Zweifel daran, dass Russland versuchen wird, die Gaslieferungen nach Europa nicht nur so weit wie möglich einzuschränken, sondern im akutesten Moment vollständig einzustellen.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
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