SKK Raindorf vs. TSV Breitengüßbach

TSV Breitengüßbach Kegeln
TSV Breitengüßbach Kegeln

TSV: Herbe Niederlage am Chambtaler Hof

Auch im diesjährigen Anlauf gab es für die Bundesligakegler des TSV Breitengüßbach bei ihrem Gastauftritt am Chambtaler Hof nichts zu holen. Ganz im Gegenteil, mit 3708:3464 überrollten die Hausherren vom SKK Raindorf die Oberfranken regelrecht, die mit ihren überschaubaren fünf gewonnenen Satzpunkten am Ende sogar noch schmeichelhafte 2:6 MP erzielen konnten und sich nun schnell wieder rehabilitieren müssen, bevor in einer Woche der amtierende deutsche Meister vom SKV Rot-Weiß Zerbst in den Frankenstuben gastiert…

Schon zu Beginn an lief es mal wieder nicht nach Plan in der Oberpfalz. Mario Nüßlein erwischte mit 152 Kegeln zwar einen vernünftigen Start, musste sich aber dennoch dem tschechischen Nationalspieler Milan Svoboda (164) geschlagen geben und nebenan zeigte Neuzugang Mathias Weber (151) auch Miroslav Jelinek (131) wer der Herr im Hause ist. Nachdem der Tscheche im TSV Dress auch im zweiten Durchgang mit verhaltenen 137:167 klar das Nachsehen hatte, musste Trainer Albert Kirizsan bereits frühzeitig reagieren und brachte TSV Kapitän Tobias Stark ins Spiel, denn zumindest auf den Nebenbahnen konnte nun Nüßlein mit 147:133 die Schwächephase zum ersten Satzgewinn ausnutzen. Leider verpatzte auch Stark seinen Start nach Einwechslung gehörig und so zog Weber schnell mit 178:134 davon, machte den frühzeitigen MP perfekt und schraubte weiter am Kegelpolster. Nüßlein schaffte es derweil den TSV im Spiel zu halten, da die 2:1 Führung mit 172:155 an ihn ging und auch im letzten Durchgang konnte er den leichten Vorsprung gegen Svoboda mit Satzverlust bei 145:152 über die Ziellinie bringen, was bei 616:604 Gesamtkegeln den ersten MP für die Gäste bedeutete. Im zweiten Duell schaffte der TSV Kapitän mit 147:139 nur noch unwesentliche Ergebniskosmetik, denn das Duo musste mit schwachen 549:635 Kegeln bereits viele Zähler an die Gastgeber überlassen.

Im Mittelabschnitt schien die Aufholjagd zunächst realistisch doch die Hoffnung werde auch hier nicht lange. Marco Scheuring blieb mit 141:155 nur das Nachsehen gegen Michael Kotal und auch Julian Hess konnte das Niveau nach verheißungsvollem Beginn ins Vollespiel (110:102) nicht halten und gab ebenfalls den ersten SP mit 151:164 an Manuel Lallinger ab. Dieser nutzte fortan die immer weiter abfallende Formkurve des TSVlers aus und erspielte über 168:131, 144:135 und 158:126 mühelos den nächsten MP für die Hausherren bei einem starken Gesamtergebnis von 634:543 was die nächste riesige Hypothek für einen indisponierten Hess zur Folge hatte. Auch auf den Nebenbahnen zeigte sich eine ähnliches "Trauerspiel" auf, denn im zweiten Satz reichten Kotal bescheidene 131 Kegel zum erneuten Erfolg, da nun auch Scheuring (124) völlig von der Rolle schien. Bereits im Folgesatz war mit 137:164 hier bereits vorzeitig der Tropf gelutscht und der nächste MP für die Chambtalkegler in trockenen Tüchern. Auch hier waren die abschließenden 157:167 nur noch leichte Ergebniskorrektur, den auch hier viel der Duellerfolg mit 617:559 Kegeln mehr als deutlich für die nun schon siegessicheren und etwas überraschten Gastgeber aus!

Eine undankbare Aufgabe für die beiden Schlussleute des TSV, die in Person von Chrstian Jelitte und Christian Rennert im Prinzip nur noch für ihr eigenes Ergebnis spielen konnten, denn sowohl ein Unentschieden als auch ein Sieg waren bei einem Kegelrückstand von stolzen 223 Kegeln in unrealistische Ferne gerückt. Leider kam auch der ehemalige Schweinfurter an diesem Tag überhaupt nicht in sein Spiel und lies sich vom Rhythmus seiner Teamkollegen anstecken. Gegen Daniel Schmid hatte er nur auf der dritten Bahn die vermeidliche Chance auf einen Satzgewinn, ansonsten setzte sich der Raindorfer auch hier über die Durchgänge von 150/165/134 und 162 souverän mit 611:545 und 4:0 SP gegen einen an diesem Tage harmlosen Rennert durch. Der einzige Lichtblick startete auf den Nebenbahnen, denn mit einem Weltklasseauftakt von 191:154 setzte "Jelly" sofort noch einmal ein Ausrufezeichen, nicht nur an seinen Kontrahenten Alexander Raab, sondern vor allem auch an seine Mitspieler, die mittlerweile alle bedröppelt am Gästetisch verharrten! Über weitere konstante Durchgänge von 164:152, 145:146 und 152:155 brachte er sein Spiel gegen einen nie aufsteckenden Gegner mit 2:2 SP zu Ende, der Tagesbestwert von überzeugenden 652:611 Kegeln war ihm dabei jedoch in keinster Weise mehr streitig zu machen und so reichte es für den TSV am Ende sogar noch zum zweiten schmeichelhaften MP am Chambtaler Hof, der zum wiederholten Male eine unbezwingbare Festung für die Gäste blieb und sich immer mehr zum Albtraum für die Oberfranken entwickelt…
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Updated at: 10/12/20 09:31 AM