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ATSV Freiberg
3.012.03357
5.012.03381
Dommitzscher KC


02/10

Freiberg: ATSV geht die Puste aus
Den Freibergern geht im Endspurt der Saison offenbar die Puste aus. Nach einer überragenden Hinrunde, in der der ATSV noch 8 von 9 Spielen für sich entschied, konnten die Sachsen in den sechs Spielen der Rückrunde bisher gerade mal einen Sieg feiern und verloren zudem nach langer Zeit mal wieder ein Heimspiel. 0 Das hatten sich die Freiberger sicher ganz anders vorgestellt, zumal mit dem Tabellenschlusslicht ein vermeintlich leichter Gegner an der Heine-Straße vorstellig wurde. Aber weit gefehlt. Die Dommitzscher hatten bereits das ein oder andere Mal bewiesen, dass sie die Kunststoffbahnen in Freiberg bespielen können. Der kurzfristige krankheitsbedingte Ausfall von Andreas Göthling am Samstagmorgen tat noch sein Übriges dazu. Nichtsdestotrotz wollte Freiberg sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, musste aber schnell feststellen, dass sich die stark abstiegsbedrohten Gäste an den letzten Strohalm klammerten und ihr Heil in der Offensive suchten. David Schade und Jens Günther setzten den Hausherren Olaf Lange sowie Ingolf Stein im ersten Durchgang gut zu und erkämpften sich ein 1:1 bei überschaubaren 20 Kegeln Rückstand. Nach dem Willen der Bergstädter sollte dieser im zweiten Spielabschnitt aber erheblich anwachsen, doch es kam anders. Zwar konnte Freibergs Kapitän Michael Hahn erwartungsgemäß den zweiten Mannschaftspunkt einfahren, hatte dabei aber gegen den stark aufspielenden Alexander Rudolf arge Schwierigkeiten. Die mageren 13 Pluskegel aus diesem Duell ließ parallel dazu Robert Mehlhorn in seinem Match gegen Lars Günther liegen, womit sich die Situation natürlich zuspitzte. Der Einsatz des U18-Spielers Erik Krutak, der Göthling vertrat, stand somit unter keinem guten Stern und man sah ihm die Nervosität vor allem auf der ersten Bahn schon etwas an. Diese legte er im weiteren Verlauf zwar ab und er entschied sogar Bahn 2 für sich, doch gegen dem immer stärker werdenden Rico Wiesner konnte er letztlich nicht mithalten. Michael Zimmer tat auf der anderen Seite sein Bestes um den dringend benötigten 3. Duellsieg zu holen und die Gesamtkegel im Plusbereich zu halten. Nach drei gespielten Bahnen waren dies noch genau 16, weshalb sich Hahn gezwungen sah, Krutak durch Andreas Beger zu ersetzen, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Leider verpuffte dieser Schachzug, da Beger nicht wie erhofft ins Spiel fand und mit ansehen musste, wie Wiesner davon zog. Da nun auch Zimmer auf der letzten Bahn schwächelte, nutzten die Dommitzscher die Gunst der Stunde und fügten den Freibergern die erste Heimniederlage seit über drei Jahren zu. Für den ATSV war diese Niederlage natürlich das Ende aller zarten Hoffnungen auf den Staffelsieg und für Dommitzsch wird sich erst noch zeigen, was dieser Sieg wert ist. Michael Hahn

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