MPSPPins
KC Schwabsberg
5.011.03588
3.013.03584
TSV Breitengüßbach


01/14

Breitengüßbach: Krimi auf der Ostalb geht an die Hausherren
Denkbar knapp und unglücklich verloren die Sportkegler vom TSV Breitengüßbach beim KC Schwabsberg zum Jahresauftakt 2019 am 12. Spieltag der 1. Bundesliga mit 3584:3588 und mussten somit den Gastgebern zum glücklichen 5:3-Heimerfolg gratulieren. Chancen hatten die Gäste diesmal genug, am Ende sind es kleine Nuancen, die den Unterschied machten, bitter für die Oberfranken, die somit am späten Samstagabend mit leeren Händen die Heimreise aus dem verschneiten Württemberg antreten mussten. Zu Beginn brachten die Gäste mit Zoltan Hergeth und Christian Jelitte gleich ihre international erfahrensten Spieler gegen das Schwabsberger Startduo um Reiner Buschow und Timo Hehl, damit der TSV nicht gleich von Anfang an einem gehörigen Rückstand in der Ferne hinterherlaufen sollte. Beide Duelle entwickelten sich zu Beginn spannend und auf durchaus ansehbarem Niveau mit dem besseren Start der Gäste. Hergeth setzte sich mit 152:145 gegen den Heimkapitän durch, während Jelitte mit 166:145 gleich den KCS-Nationalspieler unter Druck setzte. Der Konter ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn mit 170:156 schaffte Hehl genauso den Ausgleich wie Buschow mit 144:135. Auch im dritten Satz setzte er sich mit 164:155 durch und erhöhte somit den Druck auf Hergeth. Der Ungar schien davon doch sichtlich beeindruckt, anders lässt sich sein Auftritt auf der Schlussbahn nicht erklären. In den Vollen nun völlig indisponiert (71:92) hatte er keinerlei Chancen mehr auf den Punktgewinn und musste durch seine schwache letzte Bahn auch im Gesamtergebnis bei 558:604 den Mannschaftsführer des KCS noch deutlich davonziehen lassen. Auch Hehl ging nach weiteren 160:153 gegen Jelitte mit 2:1 nach Sätzen in Führung, doch das TSV-Lager hoffte, dass zumindest der Leistungsträger noch für die Kehrtwende in seinem nicht gerade einfachen Duell sorgen sollte. Nach den Vollen (107:98) allerings schien weiterhin alles für die Hausherren zu sprechen, doch in seiner unnachahmlich kämpferischen Art und Weise zauberte Jelitte nun im Abräumen 72 Kegel auf die Anlage, denen Hehl nicht mehr wirklich folgen konnte. Mit 170:155 entschied er die Schlussbahn für sich und setzte sich bei Unentschieden nach Sätzen auch im Gesamtergebnis mit bärenstarken 645:630-Kegeln im Duell der Tagesbesten durch. Der Schaden hielt sich beim 1:1-Zwischenstand mit 31 Kegeln Rückstand in Grenzen und so starteten Christian Rennert und Mario Nüßlein motiviert im Mittelpaar, um gegen Ronald Endraß und Dietmar Brosi die Gäste auf die Siegesstraße zu bringen. Und erneut startete der TSV durch Rennert (154:127) und Nüßlein (136:134) besser in das jeweilige Duell. Rennert zwang die Hausherren mit weiteren 143:127 zum Wechsel : Der ehemalige Güßbacher Melvin Rohn kam für den formschwachen Endraß in die Partie. Ein Wechsel, der zwar am vorzeitigen Duellerfolg des TSV nichts ändern sollte, da Rennert erneut mit 157:147 die Oberhand behielt, jedoch sorgte Rohn mit weiteren 154 und insgesamt 555 Kegeln noch für Ergebniskosmetik bei den Gastgebern. Der ehemalige Schweinfurter im TSV-Dress beendete seine starke Partie mit einer 164er-Bahn und holte mit überzeugenden 618 wichtige Gesamtkegel zurück. Auf den Nebenbahnen kam nun Brosi immer besser in sein Spiel und setzte sich gleich zweimal mit 161:142 und 143:134 gegen Nüßlein durch. Zwar bäumte sich Nüßlein auf der Schlussbahn (158) noch einmal auf und brachte sein Gesamtergebnis noch auf ansehnliche 570 Kegel, doch auch dort ließ Brosi noch einmal starke 173 folgen und kam nach verhaltenem Start noch zum 3:1-Erfolg bei sehenswerten 611 Kegeln. Der Rückstand schrumpfte beim 2:2 in den Einzeln auf 9 Kegel und so bestand für das Schlussduo um Robin Parkan und Tobias Stark eine mehr als realistische Siegchance. Wie schon zweimal zuvor an diesem Tag: der bessere Start für die Gäste. Parkan mit 154:143 zum Auftakt gegen Damir Cekovic und auch der TSV-Kapitän setzte sich mit 150:142 gegen Manuel Lallinger durch. Der Konter und nun ständige Führungswechsel folgte prompt durch die Gastgeber. Cekovic mit starken 169:153 ließ Parkan das Nachsehen und auch Lallinger nutzte mit 146:131 eine kleine Schwächephase von Stark zum Ausgleich. Nun also wieder die Gäste unter Zugzwang und wieder war es Parkan der sich mit 141:139 gegen Cekovic knapp die Führung sicherte. Auch Stark lag nun wieder in der richtigen Spur und sorgte mit 153:145 ebenfalls für die 2:1-Führung in den Sätzen. Der Spielausgang war vor der Schlussbahn somit völlig offen. Ein 6:2 oder 5:3-Erfolg für beide Teams oder sogar ein Unentschieden lagen bis ins letzte Räumen im Bereich des Möglichen. Auch nach den Vollen noch keine Vorentscheidung Parkan (98) und Cekovic (99) genauso auf Augenhöhe wie Stark (99) und Lallinger (100) und somit musste die Entscheidung im Abräumen fallen. Parkan hatte hier nun die besseren Anwürfe und bekam sein Duell immer mehr in den Griff, am Ende holte er mit 160:142 auch noch den entscheidenden letzten Satz für sich und setzte sich mit guten 608:593 gegen Cekovic durch, das dritte Duell für die Gäste! Im anderen Duell erlaubte sich nun Stark einen unnötigen Fehlwurf und Lallinger setzte am 27. Wurf noch einen „Naturneuner“ sodass es noch einmal ganz eng werden sollte. Der TSV-Kapitän benötigte nun auf dem 29. Wurf ebenfalls einen Neuner, um die Chancen auf den Sieg zu wahren, doch dieser blieb ihm leider verwehrt. Mit den letzten ausstehenden Würfen brachte Lallinger mit 162:151 den vierten Duellsieg für die Hausherren unter Dach und Fach und ließ diese beim Gesamtergebnis von 3588:3584 über den doch noch glücklichen und denkbar knappen 5:3-Heimerfolg jubeln. Ein Spiel auf des Messers Schneide, das sicherlich auch ein leistungsgerechtes Unentschieden verdient gehabt hätte, da waren sich zum Abschluss beide Mannschaftsführer einig. Am Ende jedoch konnten die Spieler von der Ostalb fast schon etwas unerwartet und glücklich doch noch jubeln und die enttäuschten Gäste aus Oberfranken trauerten noch länger den vergebenen Chancen und einem möglichen ersten Auswärtserfolg in Schwabsberg nach, schade eigentlich… Tobias Stark

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