01/07

Mücheln: Erstmals im Viertelfinale
Die Geiseltaler Wölfe traten im DKBC-Pokal-Achtelfinale beim SK Markranstädt 1990 an. Gehemmt durch den Ausfall von vier Stammspielern fuhren die Wölfe mit gemischten Gefühlen und Ersatzspielern aus der 2. Mannschaft zu den Randleipzigern. In einem vollbesetzen Haus konnten die Geiseltaler mit einer großartigen Mannschaftsleistung das Spiel in einem kaum an Spannung zu überbietenden Finale mit 5:3 bei 3932:3889–Kegeln gewinnen. Durch eine clevere Mannschaftsaufstellung seitens der Müchelner verlief das Match sehr ausgeglichen. Die Markranstädter starteten mit ihrem stärksten Mann Sebastian Hartmann (678), der sich mit 4:0 erwartungsgemäß klar gegen Werner Jahnke (614) durchsetzen konnte. Das zweite Duell konnten die Wölfe für sich entscheiden. Hier spielte Andreas Fritsche (658) 3:1 gegen Silvio Jabusch (630) und holte sich das Duell. Nach dem ersten Durchgang stand es 1:1 in den Duellen, die Gastgeber aber hatten 36 Kegel mehr auf der Habenseite. In der Mitte wollten die Markranstädter den Durchbruch schaffen. Aber die Wölfe hielten nicht nur mit, sondern konnten das Spiel sogar zu ihren Gunsten wenden. Für Mücheln spielte Florian Erdmann mit persönlicher Bestleistung von 666 Kegeln und gewann 3:1 gegen Sebastian Becker, der auf 603 kam. Müchelns Youngster Max Mittag wuchs über sich hinaus, erspielte eine persönliche Bestleistung von 638 und konnte damit dem zweitstärksten Markranstädter Tobias Schröder (648) die Stirn bieten. Das Match endete 2:2, nur durch die höheren Gesamtkegel blieb der Mannschaftspunkt bei den Gastgebern. Der Zwischenstand in den Einzeln war weiterhin ausgeglichen 2:2, nur hatten jetzt die Wölfe einen kleinen Vorsprung von 17 Kegeln herausgespielt. Der Schlussdurchgang entwickelte sich zum Final grande und war an Spannung kaum zu überbieten. Nach der ersten Bahn sah Mücheln noch als sicherer Sieger aus, aber ab der zweiten Bahn zogen die Markranstädter ihr Spiel an und versuchten es noch zu drehen. Erst mit den letzten zehn Würfen kippte das Spiel in Richtung der Wölfe. Trotz guten Spiels musste sich Sven Tränkler (661) mit 1:3 gegen Lars Parpart (689) geschlagen geben. Ein hervorragend aufspielender Matthias Noack aber erspielte mit 695 Kegeln die Partie- und eine persönliche Bestleistung und schlug Marcus Bösewetter (641) mit 3:1. Die Freude der Geiseltaler und mitgereisten Fans kannte keine Grenzen. Erstmals zogen die Geiseltaler ins DKBC-Pokal-Viertelfinale ein – und warten jetzt gespannt auf den nächsten Gegner. Andreas Kühn

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